„CUT – International Performance Festival 2013″ Performance Art an wechselnden Schauplätzen

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Im Mai 2013, der zum Monat der Performance Art in Berlin ausgerufen wurde, treffen wieder viele Größen der Performancekunst aufeinander, um zu begeistern und den Diskurs in der Kunst zu fördern. Nach dem Erfolg des letztjährigen Festivals ESCAPE, wird auch in diesem Jahr wieder ein breites Publikum – quer durch alle Generationen – angesprochen. Das diesjährige Internationale Performance Festival steht unter der Thematik CUT, von der sich Künstler aller Spalten inspirieren lassen

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…and cut! – … und Schnitt! Director´s Cut, Scherenschnitt, Holzschnitt, Filmschnitt, Querschnitt, Durchschnitt, Ausschnitt… – ein Schnitt verletzt, geht unter die Haut, tötet vielleicht oder kann Rettung sein, trennt von allem Überflüssigen. Cut and go, Budget Cut, der Schnitt im Film bringt eine Szene auf den Punkt, der Schlitz im Kleid gibt den Blick frei auf das Wesentliche, ein Schnitt im Bühnenvorhang gibt freie Sicht auf einen erhellten Horizont. Cut ist auch Schliff, Öffnung, Fasson…

Der Focus des Festivals 2013 liegt in der Präsentation von über 40 Berliner und internationale Performer aus den USA, Japan, Südkorea, den Philippinen, Frankreich, Spanien, Schweiz, Schweden, Italien, Brasilien, Dänemark, Israel und Deutschland. Das Publikum erwartet ein hochwertiges Programm und eine bunte Vielfalt – ästhetische und verstörende Aufführungen, schnelle, kurze, prägnante Acts oder sich langsam entwickelnde Bilder.

Das Highlights des Festival, zum ersten mal in Berlin zu sehen, ist die Performancegruppe The Physical Poets aus Japan. Die gemischte Gruppe von Tänzern, Musikern und Künstlern formierte sich im Jahr 2000 um den Tänzer, Choreographen und Regisseur Mushimaru Fujieda. Die Physical Poets unterteilen sich in zwei Untergruppen innerhalb des Ensembles: Die männliche Gruppe „ALAKAN“ und die weibliche Gruppe „Sakiminohime“. Die Einzigartigkeit dieser Gruppe besteht darin, dass sie sämtliche bis heute existierenden japanischen Tanzformen mit dem weltbekannten zeitgenössischen „Butoh“ fusionierten.
In Anbetracht, dass der menschliche Geist und Körper eine untrennbare Einheit bilden, basieren die Tanztechniken dieser Gruppe auf der Beherrschung von Atmungs Methoden aus traditionellen Asiatischen Kulturen wie Yoga, Qigong and Zen.
Der theatralische Ausdruck der Physical Poets, voller Originalität, unterstützt und begleitet von Live Musik, gespielt auf urtümlichen Instrumenten, sind so schön und mystisch, dass sie an surrealistische Malerei erinnern. Die Aufführungen erreichen immer wieder Grenzen überschreitend großes Bestaunen und Beifall von einem breiten Publikum.

Invalid Address ist eine experimentelle Plattform für Performancekunst. Passend zum genreübergreifenden Ansatz, beschäftigen sie sich ihrer Arbeit mit den Überschneidungen und Widersprüchen, die durch die Mischung unterschiedlicher Sprachen entstehen: Körper, neue Medien, bildende Kunst, Objektkunst, Konzeptionierung und Theorie; wobei ein besonderer Schwerpunkt dem Humor und den menschlichen Narrheiten gilt.
Seit 2007 sind sie an verschiedenen Veranstaltungsorten in Berlin, wie den Sophiensäle und dem HAU und in Spanien u.a. beim Domino Loop Festival aufgetreten.

Bei ihrer Arbeit als Performerin, fasziniert Amy J. Klement (*1968, USA, lebt und arbeitet in Berlin seit 1997) folgendes: die Hüllen, Netze und Netzwerke, welche wir entstehen lassen und welche uns umgeben. Ihre Soziale Plastiken und Performances widerspiegeln die Metamorphose der Symbole und Mythen, der Materialien, der Sprache und Auftritte.
Ihre Performances waren in den letzten Jahren auf verschiedene Festivals und Ausstellungen in Deutschland, Polen, Spanien, Estland, Finnland, USA und Kanada präsent. Sie ist Begründerin des ‚Kraft durch Häkeln‘ Anarcho-Häkelrunde und Mitglied des Open Space Performunion.

Mit der Image Performance „Good-by River ” entführt uns der große Meister des KoPAS Theater Kim Baek-ki in die innere Welt der Menschheit, erweckt die allen innewohnende Lyrik durch Liebe, Leidenschaft und Freude. Kim Baekki ist der President of Korea Experimental Art Spirit (KoPAS) und veranstaltet seit 2002 jährlich das Korea Experimental Arts Festival in Seoul.

Die Performance Künstlerin Jill McDermid ist die Direktorin des Grace Exhibition Space in New York. In Ihren Performances setzt sie sich mit der amerikanische Identität auseinander, die besessen von Freiheit, Demokratie, Religion und Waffen zerrissen ist von Widersprüchen.

Der bildende Künstler und Performer Travis McCoy Fuller (USA) kombiniert live Sound Performance und live Action Performance mit Zeichnungen, Wandmalerei, Druckkunst und dem Bau von experimentellen Instrumenten. Seine Arbeiten waren bereits an vielen Orten in den USA, Europa und Südamerika zu sehen.

Informationen über alle Performer des Festivals finden Sie unter www.openspace32.de
Programminfos, Termine und Schauplätze:

Interventions in Public Spaces
Di. 14. Mai Alexanderplatz 19.00 Uhr
Lustgarten 20.00 Uhr
Brandenburger Tor 21.00 Uhr
Mi. 15. Mai East Side Gallery 19.00 Uhr
Oberbaumbrücke 21.30 Uhr

Öffentliche Workshop Präsentation
Do. 16. Mai BLO-Ateliers 20.00 – 21.00 Uhr

Internationale Performance Präsentation
Fr. 17. Mai RAW-tempel 19.00 – 00.30 Uhr Performances, im Anschluss Party open end
Sa. 18. Mai RAW-tempel 16.00 – 23.00 Uhr Performances
So. 19. Mai BLO-Ateliers 17.00 – 00.00 Uhr Performances, im Anschluss Party open end

CUT, das internationale Performance Festival vom 14. – 19. Mai in Berlin ist eine Zusammenarbeit von Open Space Berlin und den BLO-Ateliers. Das Festival wird kuratiert und organisiert von Michael Steger, Reyes Perez, Luz Scherwinski und Philip Brehse.
Weitere Infos zu den teilnehmenden Künstlern sowie das gesamte Programm im Überblick stehen online zur Verfügung unter www.openspace32.de.