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Open Space Berlin

 E-mail: info@openspace32.de

 Tel.: 0173 / 81 44 232

 

 

Über uns

 

Open Space Berlin ist eine international vernetzte Plattform von Künstlern aus den Bereichen Performance-Art, Theater und Bildende Kunst. Schwerpunkt ist die Interaktion im öffentlichen Raum mit künstlerischen Aktionen. Abseits vom Mainstream veranstaltet und organisiert Open Space Festivals, Performance und Ausstellungen.

Neben der Organisation kultureller Veranstaltungen tritt das Open Space Kollektiv auch als Performunion Open Space (siehe web www.performunion.de) als Künstlergruppe mit eigenen Performance Art- und in der Vergangenheit mit Theaterprojekten und Austellungen ins Rampenlicht.

Zum engeren Kreis des Open Space Berlin gehören die KünstlerInnen Amy J. Klement (Performance- Textile Kunst), Franziska Bosse (Performance), Philip Kevin Brehse (Schauspiel, Regie, Musik), Michael Steger (Kurator, Schauspieler und Performance), Nicholas Puyjalon (Performance), Thomas De Pascalis (Lichtinstallationen), Luz Scherwinski (Audio/Visuel Mediendesign) und der Installationskünstler Alfredo Sciuto.

Das Open Space Berlin hat ein Büro und Archiv im Volksluxus, dem Atelier der Künstler Michael Steger und Thomas De Pascalis. (siehe web www.volksluxus.net)
Diese Werkstattgalerie ist neben ihrer Funktion als Manufaktur für Licht und Schmuck ein Ort für Kommunikation von Künstlern und der lokalen Nachbarschaft.
Unter dem Veranstaltungstitel Kult im Bullenwinkel bespielen wir vorzugsweise in den Sommermonaten den im Herzen Kreuzberg 36 gelegenen Platz vor unserer Haustür am Ende der Naunynstrasse, bekannt im Volksmund als "Bullenwinkel". (Vor langer Zeit gab es an dieser Stelle einmal einen Viehmarkt!).
In der Vergangenheit transformierten wir diesen Parkplatz zum Schauplatz für Performance Art, Theater- und Filmaufführung und Installationen. Siehe Fotogalerie>

Kult im Bullenwinkel wird von Volksluxus in Kooperation mit unseren Nachbarn in der Naunynstrasse, den Anwohnern, dem Gartenstudio (Galerie für soziale Kunst), der Taschenmanufaktur Pelle Mia und der Werkstatt Die Restauratorinnen iniziert und unterstützt.
Ziel ist es die Vielfalt der künstlerischen Produktion in unserem unmittelbarem Umfeld für Jedermann/frau im öffentlichen Raum, sichtbar und erlebbar zu machen.
Die Lebendigkeit der Projekte ist ein Resultat eines partizipatorischen Prozesses den wir in unserem von kultureller Vielfalt geprägten Kiez auslösen und stärken wollen. So können an den Veranstaltungen viele mitwirken, als Darstellende, als Publikum oder bei der praktischen Umsetzung, der Infrastruktur. So hoffen wir den interkulturellen Dialog weiterzuentwickeln und das Potential der Naunynstrasse in Berlin bekannter zu machen.


Historie:
Von 1998-2006 war das Open Space Berlin das Kulturprojekt des gemeinnützig anerkannten Kleingeist e.V. gegründet von Gabriele Eichstätt, Michael Steger und Philip Brehse.
Das Open Space Berlin unterstützte gemäß der Satzung des Vereins Kunst, Kultur und politische Bildung.
Kleingeist e.V. war und ist noch heute im wesentlichen die Hausgemeinschaft, die in Nachfolge der Hausbesetzter- Generation das Haus sanierte und bewohnt.
In den Vereinsräumen in der Adalbertstr.32 etablierte sich das Open Space zu einem freien Kulturzentrum, welches sich als Brückenpfeiler zwischen den Bezirken Kreuzberg Friedrichshain und Berlin Mitte, unweit des ehemaligen Todesstreifen der Berliner Mauer und weit darüber hinausdefinierte.

Open Space organisierte nach dem Prinzip Artists represent Artists zahlreiche Kunsthappenings, Performance Art, Theater, Konzerte und Ausstellungen.
In Kooperation mit dem Theaterhaus Mitte, Förderband e.V. und dem Mime Centrum Berlin entstanden zur Jahrtausendwende in Zusammenarbeit mit den Regisseuren Philip Kevin Brehse und Arno Kleinofen spektakuläre Straßentheater Inszenierungen wie "Antigone im Bannkreis", "Die Bakkchen", "Die Stadt soll zahlen", eine Trilogie antiker Tragödien im Spiegel der Gegenwart. Aufführungsorte waren unter anderem der Helmholtzplatz, Prenzlauer Berg, das Kulturzentrum KÖPI, der Mauerstreifen vor unserer Haustür, wo alljährlich auch unser legenderes Straßenfest "Mauerstrip" mit Wagenrennen und bis zu drei Konzertbühnen stattfand. Diese Feste mit NON STOP Programm, Modeschauen, Theateraufführungen und viel elektronischer Musik dauerten dank der damals noch funktionierenden Strukturen in der Zusammenarbeit mit dem Kulturamt Mitte manchmal bis zu drei Tagen, bis es dem Ordnungsamt dann doch zuviel wurde.

Wo bleibt das kulturelle Gedächtnis?
Der Open Space Laden war fast täglich geöffnet und beherbergte für seine Größe ein erstaunlich vielfältiges Programm, welches im Wesentlichen durch die öffentliche Bühne zur wöchentlichen Volksküche und einem endlosen Plenum strukturiert war.

Die Aktivitäten, die von Open Space ausgingen waren jedoch nicht ausschließlich Kunst und Kultur.
Die Mauerstreifen Initiative sorgte in langer Auseinandersetzung mit dem Grünflächenamt und den betroffenen Anwohnern dafür dass ca. 50m Wildwuchs auf dem zum Park umgestalteten Mauerstreifen bis heute erhalten blieben.
Obwohl die kulturellen Unternehmungen des Projektes in der Vergangenheit immer wieder durch die Stadt Berlin gefördert wurden, geriet das Open Space durch die politischen Aktivitäten einzelner Gruppen für die das Open Space Gastgeber war in das Visier der Behörden.
Auslöser war eine Veranstaltung Berliner G8 Aktivisten zum Thema Weltwirtschaftsgipfel im Oktober 2005, die vom BKA kontrolliert wurden.
Gegen die politischen Aktivitäten konnte das Ordnungsamt zwar nichts ausrichten, sie setzten den Hebel jedoch an anderer Stelle an:
2005 hatten sich die Gesetze geändert die den Ausschank von Alkohol in Vereinsräumen regeln. Mehrer Gerichtsverhandlungen hatten schließlich zur Folge dass die damals sehr beliebte Bar und Volksküche und damit die stetige Einnahmequelle eliminiert werden musste.
Damit nicht genug bestand das Wirtschaftsamt darauf dass alle kulturellen Aktivitäten gewerbsmäßig angemeldet werden sollten.
Diesem Druck der Institutionalisierung und Kommerzialisierung und dem damit verbunden erheblichen bürokratischen und finanziellen Mehraufwands wollte und konnte sich das Kollektiv nicht beugen.
Der Laden wurde schließlich aufgegeben und die Verantwortlichen blieben trotz Solidarität aus der Szene auf den Schulden sitzen.



 

 


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