Hunger – International Performance Festival 2011

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Hunger – Internationales Performance Festival vom 7. bis 21. Mai
Performances in Markthalle IX und den BLO Ateliers
Hunger – das Motto des diesjährigen Internationalen Performance Festival Berlin wurde von vielen Künstlern aufgegriffen. Selbst oft Hungerkünstler ist die Auseinandersetzung mit der Verwertbarkeit der Arbeit und die Mechanismen der Wirtschaftsmärkte ein wesentlicher Aspekt der kreativ in den Aufführungen umgesetzt wurde. Im Gegenzug ist es der Überfluss, das Zuviel an Nahrung, die Berge der Abfallprodukte, der inspirierte. Doch all der Überfluss wird oftmals begleitet von emotionaler Leere, der Hunger nach Emotionen ist somit ebenso Thema der Performances. Oder auch der Hunger als Motor der antreibt, der Hunger nach Neuigkeiten, die Gier nach immer mehr Informationskanälen.
Von den Philippinen, aus Süd Korea, Japan, Kanada, Frankreich, Estland, Irland, Dänemark, USA und vielen anderen Ländern kommen renommierte Künstler und Künstlerinnen wie z.B. Myk Henry, Takita Risa oder Baek Ki Kim nach Berlin und bieten eine große Bandbreite unterschiedlicher Ausdrucksweisen. Ästhetische und verstörende Aufführungen, schnelle, kurze, prägnante Acts oder sich langsam entwickelnde Bilder – ein hochwertiges Programm wird an den Performance Wochenenden des Festivals geboten. Neben den mit der letzten Pressemitteilung veröffentlichten Künstlern werden auch folgende Performer erwartet:
Mit der Image Performance „River” entführt uns KoPAS (Korea Experimental Art Spirit) in die innere Welt der Menschheit, erweckt die allen innewohnende Lyrik durch Liebe, Leidenschaft und Freude. Der große Meister des KoPAS Theater, Baek Ki Kim, wird mit dieser ästhetischen Aufführung erstmalig in Berlin zu sehen sein.
Mit Non Grata (Estland) konnte eines der international renommiertesten Künstlerkollektive gewonnen werden. Die Gruppe tritt weltweit mit ihren „Ghettomaratons“ auf und provoziert durch ihre radikale Ignoranz gegenüber der etablierten Welt der Kunst und den (Massen-) Medien.
Viele tausend Tonnen Müll werden täglich weggeworfen. Sooim Kwon (Süd Korea) versucht in „Salpuri VARIATIONS- purification“ Müll zu reinigen, die dunkle Seite der modernen Zivilisation durch die orientalische schamanische Zeremonie „Salpuri“ zu veredeln.
Yong-Gu Shin (Süd Korea) konzentriert sich mit „Embrace the Wind“ auf die Bedeutung der Existenz in Raum und Zeit. Mit den Mitteln Performance, Installation und Medien schafft er Verbindungen zwischen Vorstellung und Realität.
Der dänische Bildhauer, Performance- und Installationskünstler Poul R. Weile wiederholt mit Henrik Pryds Beck (Dänemark/Berlin) die Performance, die mit Erik Gram-Hanssen und Poul R. Weile schon 1989 entstand. Mit „Out of focus“ entsteht in einem langsamen Prozess ein lebendiges Bild.
Ronaldo Ruiz (Philippinen) startete 2007 in Beijing seine docu-commentary Performance “The Camouflage Project” .Er erkundet die Verantwortung der Menschen für die Umwelt und zeigt die Notwendigkeit auf seine Identität aufzugeben um völlig in die Umgebung abzutauchen. Ronaldo Ruiz wurde 2003 vom Cultural Center der Philippinen für seine Bereicherung der zeitgenössischen Kunst der Philippinen ausgezeichnet.
„OVERLOAD – Seeking Greater Freedom“ von Mannet Villariba (Philippinen) erforscht Sound Visualisierung und reichert so den visuellen Aspekt der Performance an. Durch den experimentellen Ansatz wird deutlich, dass es immer neue und einzigartige Wege gibt Probleme zu lösen. Alternative Quellen und kreative Gedanken sind für Mannet Villariba Möglichkeiten der Manipulation der globalisierten Wirtschaft etwas entgegen zu setzen.
Die experimentelle Plattform für Performancekunst, Invalid Address (Berlin), beschäftigt sich in „You are what you see – Invalid Address“ mit den Überschneidungen und Widersprüchen die durch die Mischung unterschiedlicher Sprachen entstehen: Körper, neue Medien, bildende Kunst, Objektkunst, Konzeptionierung und Theorie.
„Radiosonic Screams“ von Jérémie Pujau & Frédéric Krauke (Frankreich/Berlin) ist eine Performance zwischen Installation, Theater und Konzert. Vier Puppen in vergoldeten Käfigen aufgehängt steigen in den Raum auf, die Bewegungen der Zuschauer schaffen durch ein interaktives Computerprogramm die Soundkulisse begleitet von einer noise/progressive Improvisation.
Mit der Performance „no time to lose“ erkunden Ethan Frey & Stephanie Hanna (USA/ Berlin) die Dynamik von Zeit und heben die zyklische Form von menschlichem Verhalten hervor. Gefangen zwischen den gegenläufigen Kräften vom Zwang zur Wiederholung und dem Verlangen, auszubrechen, baut sich unter einer scheinbar stabilen Oberfläche enorme Spannung auf.
Persönliche Wunden – globale Wunden. In „ROT WIE SCHNEE“ hinterfragen Franziskaos & Andreas Uehlein (Berlin) wie tolerant der Mensch mit den Wunden ist, die er sich selber
schlägt – ob im Organismus Erde oder im Menschen. Und wie sehr hängt das Publikum am schönen Körper?
„NULLHUNDERTNULLUNDNULLZIG“ von Albrecht Fersch & Gabriele Bocek (Berlin) ist eine Performance über Unersättlichkeit, kullernde Happy-Atome, die im Halse stecken bleiben, über leeren Genuss und vollgestopfte Enthaltsamkeit.
Für das Festival konzipiert Alfredo Sciuto (Italien/Berlin) die Multiinstallation „Atmende Räume“, eine Inszenierung verschiedener pneumatischer Räume. Es entsteht eine begehbare Kolonie, die ihre pralle und fragile Form lediglich durch Luftdruck bewahrt.
Dovrat Meron (Israel/Berlin) wird mit den drei kurzen Performances “Slip into something more comfortable”, “Land of milk and honey” Vol. 3 und “Get it while you can!” zu sehen sein.
Performances Auftakt: Sa. 14. Mai, Haus1, 14:00 bis 17:00 Uhr und Markthalle IX, 19:30 Uhr So. 15. Mai, Markthalle IX, 16:00 Uhr
Performances Finale: Fr. 20. Mai, BLO Ateliers, 20:00 Uhr Sa. 21. Mai, BLO Ateliers, 18:00 Uhr
Hunger, das Internationale Performance Art Festival vom 7. bis 21. Mai 2011, ist eine Zusammenarbeit von Open Space Berlin und B-Lock. Weitere Informationen und die komplette Künstlerliste finden Sie unter www.openspace32.de sowie auf www.facebook.com/Internationales.Performance.Festival
Veranstaltungsadressen Haus 1 Waterloo Ufer Berlin Kreuzberg
Markthalle IX, Eisenbahnstraße 42/43, Pücklerstraße 34 , Berlin Kreuzberg
BLO Ateliers, Kaskelstr. 55, Berlin-Lichtenberg
Hunger