Interview mit Michael Steger zum Internationalen Performance Festival 2014

Michael_Steger

Michael Steger ist Mitbegründer und  Organisator des Internationalen Performance Festivals, das dieses Jahr unter dem Motto SURVIVAL vom 29. August bis 6. September stattfindet.


 

Was zeichnet das Internationale Performance Festival aus?
Wir sind tatsächlich das größte Internationale Performance Festival. Wir bieten acht Tage lang an fünf fixen und mehreren öffentlichen Veranstaltungsorten ein dichtes Programm mit über 80 Performances, Interventionen im öffentlichen Raum, Lectures, Workshops, Filmen und Konzerten. Mehr als 50 Künstler aus über 20 verschiedenen Nationen sind beteiligt, die teilweise sogar aus Kanada und Korea anreisen. Und das alles unabhängig
und selbstorganisiert.
Was meint das Motto SURVIVAL?
Mit SURVIVAL spüren wir dieses Jahr der Frage nach dem Überleben nach: als Künstler, als Mensch, aber eben auch als kulturelle Institution – auf der Flucht, in Zeiten der Krise, im Krieg, in einer gläsernen Welt. Wir stellen die existentiellste Frage schlechthin, in einer Zeit die geprägt ist von Unsicherheit und Misstrauen gegenüber den sozialen und wirtschaftlichen Strukturen und der ökologischen Zukunft. Diese Frage stellen wir in den Raum und appellieren an die Eigeninitiative, an das Entwickeln von alternativen
Überlebensformen.
Das Internationale Performance Festival gibt es seit 4 Jahren. Was ist 2014 besonders?
Dieses Jahr findet neben den Performancepräsentationen auch ein Labor und ein Workshop statt. Damit gehen wir der Frage nach dem Überleben auch während des Festivals nach und stellen uns dieser kollektiv und individuell. Gleichzeitig verdichten wir Ansätze und schaffen eine offene Plattform zum Austausch und zur Präsentation.

Es gab Probleme mit dem Mietvertrag in den BLO-Ateliers, nun findet das Festival trotzdem dort statt: wie habt ihr das geschafft?
Nun ja, der Mietvertrag mit der Deutschen Bahn AG läuft mit Ende Juli aus und wir sind derzeit in Verhandlungen mit der Bahn – wir hoffen auf eine gute Einigung. Aktuell sind wir jederzeit mit einer dreimonatigen Frist kündbar. Das heißt dieses Jahr findet das Festival auch an unserem Hauptstandort in den BLO-Ateliers statt, alles weitere ist noch offen, aber
wir hoffen stark, dass die BLO-Ateliers auch in Zukunft ein unabhängiger Raum für Kunst und Kultur und eben auch für das Internationale Performance Festival bleiben.

Survival-Logo
Weitere Informationen zum Festival und zu den einzelnen Performances
unter: www.openspace32.de